Missionstheologie postsäkular

Christilicher Glaube im Dialog mit Europa

Autor/innen

  • Franz Gmainer-Pranzl

DOI:

https://doi.org/10.71517/zmr.v107i1-2.193629

Schlagworte:

Postsäkularität, Europa, Nachmetaphysisches Denken, Religion und Gesellschaft, Glaubensverantwortung

Abstract

Missionstheologie tendiert mitunter dazu, die starke Religiosität in Ländern des globalen Südens als Maßstab zu nehmen und die westliche Gesellschaft als »Missionsgebiet« anzusehen. Von einem postsäkularen Zugang her, wie er vor allem von Jürgen Habermas vorgeschlagen wurde, ergeben sich für die Missionstheologie neue Perspektiven, gerade im Dialog mit Europa: 1. die Bereitschaft, Mission im Kontext eines reziproken Lernprozesses zu begreifen; 2. die Wahrnehmung eines intellektuellen Anspruchs, der an die missionarische Praxis ergeht; 3. das Ernstnehmen des »nachmetaphysischen« Charakters des europäischen Kontextes sowie 4. die Fähigkeit, die Botschaft des Evangeliums als Appell an Freiheit und Vernunft des Menschen zu verantworten.

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Veröffentlicht

2026-07-13