Decolonizing Theology?

Schlaglichter auf Lehre und Forschung einer post/kolonialen Theologie

Autor/innen

  • Judith Gruber

DOI:

https://doi.org/10.71517/zmr.v107i1-2.193633

Schlagworte:

Postkoloniale Theologie, Dekolonisierung, Missionstheologie, Missionswissenschaft

Abstract

Dieser Beitrag zeigt auf, wie koloniale Macht / Wissenskonstellation in gegenwärtiger theologischer Forschung und Lehre wirksam sind. Diese kolonialen Interpretationsmuster räumen einerseits weiterhin westlich-weißer Theologie erkenntnispolitische Deutungshoheit in der Interpretation globaler Christentümer ein, und stellen andererseits erkenntnistheologische Deutungsmuster zur Verfügung, die es erlauben, die grundlegende Ambiguität und die ambivalenten politischen Effekte christlicher Tradition unter einem teleologischen Narrativ von Heilsgeschichte zu verbergen. Um eine post‑koloniale Reorientierung der Theologie zu ermöglichen, plädiert der Beitrag für eine Ambiguitätstoleranz christlicher Praktiken, die es Theologie erlauben wird, notwendige Expertise für die (selbst)kritische Arbeit universitärer Wissensproduktion und ihrer anstehenden Dekolonisierung zur Verfügung zu stellen.

Downloads

Veröffentlicht

2026-07-13