Befreiungstheologie – eine Tochter Chenus

Oder: Ein Theologe der Zeichen der Zeit

Autor/innen

  • Gustavo Gutiérrez

DOI:

https://doi.org/10.71517/zmr.v107i3-4.193722

Schlagworte:

M. Dominique Chenu, Gustavo Guiérrez, Befreiungstheologie, Le Saulchoir, Option für die Armen, Spiritualität der Befreiung

Abstract

Gutierrez hat diesen Vortrag 2004 in Tübingen anlässlich der Buchpräsentation der deutschen Übersetzung von M.- Dominique Chenu, Une école de théologie. Le Saulchoir gehalten. Es ist sein Anliegen, die Bedeutung Chenus für die Theologie der Befreiung darzustellen, und er umschreibt dies mit der Formulierung: »Befreiungstheologie – eine Tochter Chenus« (in Absetzung etwaiger Vorstellungen, Chenu sei der »Vater« dieser theologischen Strömung gewesen). Die Quellen seiner Offenheit für Geschichte waren die dominikanische Spiritualität (u. a. Thomas von Aquin), die in Le Saulchoir konzipierte Methode der intellektuellen Arbeit sowie die Arbeit in der praktischen Pastoral. Gutierrez betont in seiner eigenen Theologie die Sprache der Gratuität sowie die Sprache des Prophetischen der leidenden Armen. Diese beiden Sprachen sind zu verknüpfen. Die kontemplative Sprache und die Sprache der Armen sind zwei Dimensionen von einer Weise der Gottesrede. Hier sieht Gutiérrez in Chenu ein wirklich gutes Beispiel dieser beiden Sprachen.

Autor/innen-Biografie

Gustavo Gutiérrez

Gutierrez hat diesen Vortrag 2004 in Tübingen anlässlich der Buchpräsentation der deutschen Übersetzung von M.- Dominique Chenu, Une école de théologie. Le Saulchoir gehalten. Es ist sein Anliegen, die Bedeutung Chenus für die Theologie der Befreiung darzustellen, und er umschreibt dies mit der Formulierung: »Befreiungstheologie – eine Tochter Chenus« (in Absetzung etwaiger Vorstellungen, Chenu sei der »Vater« dieser theologischen Strömung gewesen). Die Quellen seiner Offenheit für Geschichte waren die dominikanische Spiritualität (u. a. Thomas von Aquin), die in Le Saulchoir konzipierte Methode der intellektuellen Arbeit sowie die Arbeit in der praktischen Pastoral. Gutierrez betont in seiner eigenen Theologie die Sprache der Gratuität sowie die Sprache des Prophetischen der leidenden Armen. Diese beiden Sprachen sind zu verknüpfen. Die kontemplative Sprache und die Sprache der Armen sind zwei Dimensionen von einer Weise der Gottesrede. Hier sieht Gutiérrez in Chenu ein wirklich gutes Beispiel dieser beiden Sprachen.

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Veröffentlicht

2026-07-13