Leere und Fülle als Frage nach der Mystik im Buddhismus

Autor/innen

  • Rolf Kühnen

DOI:

https://doi.org/10.71517/zmr.v107i3-4.193774

Schlagworte:

Erscheinen, Illusion, Leben, Leid, Leere, Buddhismus, Mystik

Abstract

Die Einstufung der Leidempfindung als Illusion durch den Buddhismus impliziert die Frage der Phänomenalität solcher Illusion in Bezug auf das Ich. Weder letzteres noch die ihm zugesprochene illusionäre Verhaftung an Wirklichkeitswahrnehmung können originär sein, insofern ein dem Ich vorausliegendes Selbst eine unmittelbare Lebensselbstgebung beinhaltet. Der Versuch jeglicher Entleerung im Buddhismus führt daher zur Problematik von signitiven Wahrheits- wie Seinsansprüchen durch praktisch-asketische oder mystische Annäherungsweisen an den rein immanenten Lebensvollzug überhaupt. Dieser kann allerdings keinerlei transzendenter Deutung mehr unterliegen, was die Wurzel aller Traditionsbildung als existentielle, ontologische oder ethische Sinnstiftungen betrifft, die mit einem unmittelbaren Nicht-Wissen transzendentaler Verlebendigung zu konfrontieren bleiben.

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Veröffentlicht

2026-07-13